Techniken

Techniken

Mit „Erdung“ ist gemeint: einen guten Kontakt zur Erde herzustellen, sodass man mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht. Mit anderen Worten: sich körperlich, psychisch oder geistig mit Mutter Erde zu verbinden. Dies erreichen wir unter anderem durch eine bestimmte Körperhaltung oder indem wir unsere Aufmerksamkeit und Energie aus dem Kopf hinunter in den Körper und insbesondere in die Beine und Füße lenken.

Bioenergetische Übungen – vor allem von Alexander Lowen entwickelt – sind körperliche Übungen, die darauf abzielen, dir deinen Körper bewusster zu machen. Indem du den Körper verschiedene Haltungen einnehmen lässt und dabei tiefer atmest, kommst du mit Spannungen und Emotionen in Kontakt, die du in deinem Körper festgehalten hast (weil du sie nicht fühlen wolltest oder nicht ausdrücken konntest). Indem du diese Spannungen und Emotionen spürst und sie durch Bewegungen und mit deiner Stimme zum Ausdruck bringst, kannst du sie auflösen. Dadurch gewinnst du im wörtlichen und übertragenen Sinne mehr Ruhe, Raum und Entspannung. Zudem wird die festgehaltene Energie wieder freigesetzt (sowohl die Energie der Emotion selbst als auch die Energie, die es kostet, sie zurückzuhalten). Deine Energie kann also wieder frei fließen.

Die Theorie der Bioenergetik bildet einen Teil der Grundlage für emotionale Körperarbeit und die körperorientierte Psychotherapie.

„Bonding“ ist eine von Janov entwickelte Primal-Technik, die dich zu deinen frühesten Erfahrungen zurückführt. Dabei kannst du untersuchen, welche Art von Bindung du in deiner frühen Kindheit zu deiner Mutter hattest – oder auch nicht.

Sich zu zentrieren bedeutet, deine Aufmerksamkeit ganz auf dich selbst zu richten. Auf dein Zentrum. Damit du mit dir selbst und deinem Körper in Kontakt bist.

Diese Techniken zielen vor allem darauf ab, dir den Zusammenhang zwischen deinem Denken, deinem Fühlen und deinem Handeln bewusst zu machen. Negative Gedanken (oft unrealistisch, unwirklich) lösen unangenehme Gefühle aus, die wiederum Einfluss darauf haben, was du tust. Wenn du dir dieser – oft kaum wahrgenommener, automatischer, schneller negativer – Gedanken bewusst wirst und anschließend prüfst, ob sie überhaupt zutreffen, kannst du sie danach durch realistischere oder unterstützende Gedanken ersetzen. Es kann auch notwendig sein, nach dem Ursprung dieser Gedanken zu suchen oder nach der zugrunde liegenden inneren Überzeugung, auf der sie beruhen.

Außerdem beschreibt Beck (zusammen mit Ellis, dem Begründer dieser Therapieform) den sogenannten „Primal Mode“: Dabei handelt es sich um das grundlegende Reaktionsmuster, mit dem man dazu neigt, auf eine Situation zu reagieren. Die Situation löst in dir ein Schema aus, das aus bestimmten Gedanken, Gefühlen und Handlungen besteht. Dieses Schema ist jedoch in der aktuellen Situation oft nicht angemessen, da es sich um ein altes Schema handelt, das auf früheren Situationen (oft aus der Kindheit) basiert. Es geht darum, neben diesem „Primal Thinking“ eine passendere, flexiblere und erwachsenere Denk- und Handlungsweise zu entwickeln.

Tanzen ist eine einfache und unterhaltsame Art, sich wohl in seinem Körper zu fühlen. Man leitet die Energie nach unten, vom Kopf in den Rumpf, die Beine und die Arme. Man ist in Bewegung, atmet meist tiefer und kann mit dem Körper ausdrücken, was in einem vorgeht. Vor allem in den Gruppen ist das Tanzen ein immer wiederkehrendes Element.

Emotionale Körperarbeit ist eine körperorientierte therapeutische Methode, bei der durch Körperübungen und Selbstbeobachtung versucht wird, die geistige und körperliche Gesundheit zu verbessern. Emotionale Körperarbeit hat ihren Ursprung in den Arbeiten von Alexander Lowen und Wilhelm Reich. Emotionale Körperarbeit weist viele Gemeinsamkeiten auf mit Bioenergetik.

Wichtige Bestandteile der Körperarbeit sind Atemübungen, Belastungs-, Entlastungs- und Entspannungsübungen sowie Stimmarbeit. Du lernst, Lebensziele zu formulieren und herauszufinden, welche Hindernisse du überwinden möchtest.

In einer Familienaufstellung kannst du mithilfe von Stellvertretern deine Familie (oder ein anderes System) buchstäblich im Raum darstellen. Auf diese Weise wird die Dynamik des Systems sichtbar. Weitere Informationen findest du unter Aufstellungen.

Bei einer geführten Fantasie führt dich der Therapeut durch Entspannungsübungen in eine leichte Trance, in der du mit dem Kind in dir selbst in Kontakt kommst. Er nimmt dich mit auf eine bildhafte Reise, manchmal begleitet von Hintergrundgeräuschen oder Musik. Innerhalb der Geschichte gibt es Raum für deine eigene Interpretation, für Bilder, die du selbst erschaffst oder heraufbeschwörst: deine Geschichte. Diese Bilder stammen meist aus tieferen Schichten deines Inneren: deinem verletzten inneren Kind, deinem ursprünglichen, glücklichen Kind, deinem Unterbewusstsein. Oft sind es schöne Metaphern, die zeigen, was in dir vorgeht.

Der Begründer der Gestalttherapie, Perls, ließ sich vom Zen-Buddhismus inspirieren. Der Kern dieser Therapieform ist daher: Bewusstsein, Meditation und das Hier und Jetzt. Nicht die Frage „Warum?“ steht im Mittelpunkt (wie bei seinem Lehrer Freud), sondern die Frage „Wie?“. Es geht nicht um Einsicht (Vernunft, Verstand), sondern um die unmittelbare Gefühlserfahrung. Um den Kontakt mit uns selbst, mit unserer Umgebung und mit anderen. Dieser Kontakt ist nur im „Hier und Jetzt“ möglich. Auch wenn das, was geschieht, vielleicht die Folge eines tiefer liegenden Musters ist, achtest du vor allem darauf: Wie fühlt es sich gerade an und wie reagierst du in dieser Situation in diesem Moment? Bei den angewandten Techniken untersuchst du also ein bestimmtes Ereignis. Anstelle eines Ereignisses kannst du auch einen bestimmten Teil in dir selbst (eine Teilpersönlichkeit oder einen Körperteil) untersuchen: indem du dich dort hineinversetzt und ihn zu Wort kommen lässt. Du kannst auch noch einen Schritt weitergehen und einen Dialog zwischen verschiedenen Teilen in dir entstehen lassen (siehe auch innerer Dialog).

Vorstellungskraft bedeutet, sich ein inneres Bild beispielsweise von einer Situation oder einer Person zu machen. Sie kann genutzt werden, um beispielsweise die Gefühle, Gedanken und körperlichen Empfindungen, die man in einer bestimmten Situation hatte, genauer zu untersuchen.

Bei der Arbeit mit dem inneren Kind gehen wir davon aus, dass jeder Mensch ein „inneres Kind“ hat. Damit ist gemeint, dass wir einen Teil in uns tragen, der noch immer in den alten Gefühlen und Überzeugungen des Kindes lebt, das wir früher einmal waren. Solange wir uns dessen nicht bewusst sind, können diese alten Gefühle und Überzeugungen unsere Gefühle und unser Verhalten in der Gegenwart sehr stark beeinflussen. Indem wir uns ihrer bewusst werden und sie (erneut) erleben, können wir sie loslassen und mehr in die Realität unseres Erwachsenenlebens in der Gegenwart eintreten. Eine ausführliche Erläuterung hierzu finden Sie unter Primal Rebirth Therapie.

Der innere Dialog ist ein gestaltEine Technik, bei der man einen Dialog zwischen zwei Anteilen in sich selbst entstehen lässt. Zum Beispiel einen Dialog zwischen dem inneren Kind und dem Erwachsenen, der man heute ist. Dabei bewegst du dich auch buchstäblich von einem Ort im Raum zum anderen und nimmst jeweils die Körperhaltung und Stimmung ein, die zu diesem Ort gehören.

Körperorientierte Psychotherapie ist ein Oberbegriff für verschiedene Behandlungsformen, die von der Annahme ausgehen, dass Körper, Gedanken, Emotionen und Gefühle miteinander verbunden sind und dass es aufgrund dieser Verbindung Möglichkeiten gibt, das Wohlbefinden des Menschen zu verbessern.

In der westlichen Psychotherapie ist dieser Ansatz relativ neu; in den östlichen Traditionen ist die gegenseitige Beeinflussung von körperlicher und geistiger Gesundheit jedoch bereits seit Jahrtausenden eine gängige Theorie.

Der wichtigste Begründer der körperorientierten Psychotherapie ist Wilhelm Reich. Weitere Pioniere auf diesem Gebiet sind Moshé Feldenkrais, Alexander Lowen, Stanley Keleman und John Pierrakos. Reich entdeckte im Körper Verhärtungen in Form von Muskelverspannungen und Blockaden, mit denen der physische Organismus auf verdrängte Gefühle reagieren würde. Er bezeichnete dies als „Körperpanzer“. Reich entwickelte zudem eine Charaktertheorie, die auf früheren Arbeiten seines Lehrers Sigmund Freud basierte und nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper einbezog. Er stellte fest, dass sich bestimmte Charakterstrukturen auch körperlich äußerten, beispielsweise im Körperbau, in der Motorik und im Ausdruck. Reich zufolge sollte sich die Psychotherapie nicht nur mit der Psyche befassen, sondern auch mit dem Körper in Form von intensivem Atmen, Bewegung und Ausdruckskraft. Daraus entstanden Therapieformen wie: Bioenergetik, Core-Energetica, emotionale Körperarbeit, Rebirthing, Rolfing, Postural Integration und Primaltherapie.

Meditation ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeitsweise. Meditation ist eigentlich keine Technik. Meditieren bedeutet nichts anderes, als den eigenen Körper, die eigenen Emotionen und Gedanken wahrzunehmen. Zu beobachten, was in einem vorgeht, ohne es zu interpretieren oder zu beurteilen. Ohne sich darauf einzulassen, es festzuhalten oder zu verdrängen, weil man es nicht fühlen möchte. So wird man Zeuge von allem, was in einem ist, einschließlich deiner inneres Kind. Aus deinem eigenen Inneren heraus, in tiefem Kontakt mit dir selbst und mit dem Hier und Jetzt, beobachtest du sozusagen aus der Distanz, was sich in dir abspielt. Bewusstsein. Das schenkt Ruhe, Stille und Klarheit.

Meditieren kann man auf viele verschiedene Arten. Wir praktizieren auch oft aktive Meditationen. Das bedeutet, dass wir uns dabei bewegen. Dahinter steht die Idee, dass es für den westlichen Menschen schwierig ist, aus dem hektischen Alltag heraus sofort zur Stille zu finden. Bei einer aktiven Meditation gibt es daher zunächst die Möglichkeit, unsere Unruhe durch Geräusche oder Bewegung nach außen zu tragen, sodass Raum für Stille und Meditation entsteht.

„Achtsamkeit“ ist ein Begriff, der derzeit sehr im Trend liegt. Was man dabei tut, ist jedoch nichts Neues – es wird bereits seit Jahrhunderten unter dem Namen „Meditation“ praktiziert.
Achtsamkeit ist also ein moderner Begriff für Meditation. Eine Beschreibung dazu finden Sie unter Meditation.

NLP steht für Neurolinguistisches Programmieren. „Neuro“ steht für den Grundgedanken, dass das Nervensystem im Mittelpunkt all dessen steht, was wir denken, fühlen, tun und (sinnlich) erleben. „Linguistisch“ bedeutet, dass Menschen ihre Eindrücke mithilfe der Sprache ordnen. Dadurch entsteht ein zusammenhängendes System aus Ideen, Erinnerungen, Erwartungen und Überzeugungen. Dieses System ordnet und verarbeitet auch neu eingehende Informationen. Die meisten NLP-Techniken zielen darauf ab, Menschen zu den unmittelbaren Erfahrungen zurückzuführen, die den Ideen, Erinnerungen, Erwartungen und Überzeugungen zugrunde liegen. Also vom Denken zurück zur unmittelbaren Erfahrung. Mit „Programmieren“ ist gemeint, dass wir selbst bestimmen können, wie wir unsere subjektiven Erfahrungen organisieren. Eine andere Programmierung (Organisation, Ordnung, Verarbeitung) desselben Sinneseindrucks führt zu einer anderen Wahrnehmung, zu neuen Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen.

Mithilfe verschiedener Entspannungstechniken wird eine (tiefere) Entspannung erreicht. Dies geschieht beispielsweise, indem man die Aufmerksamkeit auf die Atmung und/oder den Körper richtet.

Rebirthing ist eine einfache und intensive Atemtechnik, die dich mit deiner eigenen Lebensenergie in Kontakt bringt. Du verbindest das Einatmen mit dem Ausatmen in einem kontinuierlich entspannten Rhythmus, wobei du die Pausen in deiner Atmung weglässt. Indem du auf diese Weise entspannt und kontinuierlich voll und tief atmest, kommst du mehr mit dir selbst in Kontakt. Du wirst dir der Blockaden in deiner Atmung und deinem Körper bewusst. In einer Reihe von begleiteten Sitzungen wird angestrebt, deine Atmung von Blockaden zu befreien, sodass eine natürliche, vollständige Atmung entsteht. Dadurch kannst du voller und tiefer atmen, Blockaden lösen und die damit verbundenen Emotionen freisetzen. Durch diesen Prozess kannst du frühere Erfahrungen neu durchleben und abschließen. Das schafft Freiraum, sorgt für Entspannung und gibt meist auch neue Energie. 

Die Reich'sche Körperarbeit (entwickelt von Wilhelm Reich) ist eine Kombination aus tiefem Atmen und Körperarbeit. Es handelt sich um eine sanfte Methode, um Blockaden und Verspannungen im Körper zu erkunden und sie mithilfe des Atems und des Körpers zu lösen. (Siehe auch Rebirthing).

Zeichnen wird genutzt, weil es eine weitere Möglichkeit ist, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Auf diese Weise kann man auch das Gefühl des Augenblicks festhalten.

Eine Visualisierung kann in Form einer geführte Phantasie oder ein Vorstellungskraft.

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