In diesem Blog nehme ich dich mit auf meine persönliche therapeutische Reise.
Manchmal scheint es, als würde mich das Leben dazu herausfordern, immer wieder dasselbe zu erforschen. Bei einer kürzlich stattgefundenen Hakomi-Übungssitzung mit Alex trat das Thema erneut deutlich zutage: die Bewegung zwischen Hinausstrecken und Zurückziehen.
Zwei Teile in mir.
Jemand, der vorankommen will. Sich zeigen will. Sich sichtbar machen und wirklich seinen Platz in der Welt einnehmen will.
Und einer, der sich lieber zurückzieht. Sich unsichtbar macht. Und eigentlich einfach nur verschwinden möchte.
Als Alex zu mir sagte: „Alle Teile sind willkommen. Und du bist willkommen, ganz so, wie du bist.“, spürte ich etwas Sanftes in meinem Herzen. Eine Rührung. Aber auch … ein Zögern. Ein Teil von mir konnte es nicht ganz zulassen. Misstrauen. Die Frage: „Meint er das wirklich ernst? Sagt er nicht A und tut er dann B?“
Doppeldeutige Botschaften sind mir nur allzu vertraut. Sie gehören zu meiner Geschichte. Und sofort spürte ich eine Anspannung im Nacken, einen Kloß im Hals. Als ob meine Wahrheit keinen Platz hätte. Als ob ich – wenn ich spreche – in Gefahr wäre. Werde ich dann nicht bestraft? Wird mir dann nicht der Kopf abgeschlagen? Ein Urgefühl der Bedrohung.
In dieser Sitzung haben wir gemeinsam die doppelte Bewegung in meinem Körper entdeckt.
Die eine Seite: sich ausstrecken. Meine Arme und Hände öffnen sich der Welt. Aufregend. Ungewohnt.
Die andere Seite: sich zurückziehen. Mich kleiner machen, mich unsichtbar machen. Vertrautes Terrain. Sicher, aber bedrückend.
Alex forderte mich auf, die ausstreckende Bewegung ga-nz langsam auszuführen.
Mit den Händen auf dem Herzen begann ich, mich langsam zu bewegen. Offen. Einladend.
Bis plötzlich … Stillstand. Meine Hände kamen nicht weiter.
Ich öffnete die Augen. Ich schaute auf meine Hände. Als würde ich sie zum ersten Mal sehen.
Mir kam das Bild eines Babys in den Sinn, das zum ersten Mal seine eigenen Hände entdeckt. So zärtlich. So neu.
Ein junger Teil von mir erwachte. Neugierig, aber auch wachsam. „Ist da jemand? Wird man mich willkommen heißen, wenn ich mich zeige?“
Traurigkeit überkam mich. Der Schmerz des Verlusts. Davon, ganz allein dazustehen, als ich als Baby die Hände ausstreckte und niemand antwortete.
Und gleichzeitig … Rührung. Denn dieses Mal ist Es war doch jemand da. Selbst über Zoom spürte ich: Ich werde gesehen. Ich werde wahrgenommen.
Und was das bei mir ausgelöst hat, lässt sich nur schwer in Worte fassen.
Diese tiefe, existenzielle Regung: sich anderen zuwenden und wirklich gesehen zu werden.
Der Unterschied zwischen Leben und Überleben.
Als Baby war ich hilflos. Verletzlich. Ein Kind, dessen Ausstrecken keine Antwort findet, zieht sich instinktiv zurück.
Nicht aus Schwäche, sondern aus Selbsterhaltung.
Aber heute bin ich erwachsen.
Ich kann mich jetzt diesem kleinen Kind in mir zuwenden.
Ich kann ihn sehen, erhalten, tragen.
Er muss es nicht mehr alleine machen.
Nie wieder.
Das machen wir gemeinsam.
Möchtest du auch herausfinden, welche Bewegungen dein Körper ausführt? Wie du dich ausstreckst oder zurückziehst?
Sei herzlich willkommen in der geborgenen Atmosphäre meiner Praxis. Wir machen uns gemeinsam auf den Weg, Schritt für Schritt, ganz in deinem Tempo.
🌀 Nach Hause zu kommen beginnt damit, sanft die Hand auszustrecken.
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